ADAC 1000km-Rennen 2010

Herausforderung angenommen!

Finisher - ADAC 1000km-Rennen 2010
Finisher - ADAC 1000km-Rennen 2010

Mit dem ADAC 1000km-Rennen stand zum Ende der Langstreckensaison endlich nochmal eine echte Herausforderung an Material und Fahrer ins Haus. Am 12. September 2010 sollte es über die stolze Distanz von 39 Runden über den Nürburgring samt Nordschleife gehen. Einsetzender Regen nach ca. einem Drittel des Rennens ließ die Distanz zwar auf die Maximalfahrzeit von 7 Stunden schrumpfen, aber die Herausforderung an die Fahrer umso größer werden.

Oberste Prämisse war natürlich das Ankommen. So nahmen wir mit unserem von Mike Entwisle in England frisch vorbereiteten Duke und unserer Junioren-Besetzung bestehend aus Anatoli Bomm, Nico Hamacher und Marcus Lawrenz das Rennen in Angriff.

Das Training wurde in erster Linie zum Ausmustern kleinerer Probleme genutzt als zum Erreichen eines guten Startplatzes. So wurde ein hinterer Stoßdämpfer nochmal nachjustiert.

Bei trockenen Verhältnissen glaubten wir uns also gut gerüstet als es pünktlich um 11:13 Uhr für unsere zweite Startgruppe in die Aufwärmrunde ging. Doch die sollte nicht von langer Dauer sein. Noch auf dem Grand-Prix-Kurs setzte die Zündung aus und Startfahrer Marcus konnte den Duke noch gerade so in die Box retten. Dort wurde sofort von Mechaniker Mike die Fehlersuche gestartet. Ein Kurzschluss oder Wackelkontakt zwischen der Batterie und der Zündspule musste den Fehler verursachen, doch auch der Startermotor hatte schon seinen Geist aufgegeben.

Nachdem die Kontakte überprüft waren und die Leitungen nochmal durchgemessen, lief der Motor wieder rund. So versuchten wir das bereits gestartete Rennen ein zweites Mal aufzunehmen. Doch nach wenigen Metern war mit erneuten Zündaussetzern wieder Schluss.

Zurück an der Box wurde nun die Zündspule ausgetauscht und die möglicherweise fehlerhaften Leitungen überbrückt. Diesmal waren die Maßnahmen erfolgreich uns es konnte endlich richtig losgehen. Bei trockener Strecke versuchte Marcus ein wenig der verlorenen Zeit hereinzuholen und legte mit 11:55 Minuten die zweitschnellste Runde der Klasse hin. Nach dem ersten Boxenstop musste Nico mit schlechter werdenden Wetterverhältnissen kämpfen und den Duke auf nasser Strecke auf Kurs halten. Nach seinem Turn übergab er das Steuer an Anatoli. Der musste in seinem Turn den sehr wechselnden Untergrund meistern und gegen Ende mit immer schlechterer Sicht kämpfen. Nach dem letzten Boxenstop fuhr dann wieder Nico den MG sicher ins Ziel.

Natürlich war nach dem Zeitverlust zu Beginn keine gute Platzierung mehr möglich, aber die große Freude über die Zielankunft überwog ohnehin. Glückwunsch an dieser Stelle auch an das siegreiche englische Team Luff, Prior, Prutton, die ihren MG B fast problemlos ins Ziel bewegten.

Insgesamt war das ADAC 1000km-Rennen im Rahmen des Int. Oldtimer-Festivals eine äußerst ansprechende Veranstaltung. Endlich gab es nochmal die Gelegenheit sich einer wahren Herausforderung im historischen Motorsport zu stellen. Leider schien die Herausforderung schon im Vorfeld für einige zu groß. Sie verpassten ein sehr freundliches, anspruchsvolles und sportlich sowie organisatorisch gelungenes Event. Ein unkompliziertes Organisationsteam und reichlich Tickets ließen die Teams ganz entspannt ins Rennen gehen.

Wir freuen uns schon jetzt auf die Nennformulare für das nächste Jahr und hoffen, dass dann auch der Zuspruch für dieses anspruchsvolle Rennen größer sein wird und der Termin im Rennkalender erhalten bleibt.

Zu guter Letzt möchten wir uns bei unserem Boxenteam der Achenbach Buschhütten GmbH, unserem Sponsor und Partner für Einzel- und Spezialteile, ganz herzlich für die Unterstützung bedanken. Wir hoffen wir konnten den Spaß am historischen Motorsport übermitteln und freuen uns auf weitere gemeinsame und ebenso erfolgreiche Rennen!

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